Du quälst mich

2. August 2017

Deine Aura füllt den Raum
poetisch wie ein Dichtertraum
dennoch scheinst Du unnahbar
durch Worte, die nur selten klar
zwar adrett, doch distanziert
trotzdem hast Du mich fasziniert
ein Rätsel, das ich will ergründen
erfahr‘n das Gute und die Sünden
doch kein Gespräch kommt je zustande
jeder Satz verläuft im Sande
mein bemüh‘n, Dir nah zu sein
vernichtest Du wie Beerenwein

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Der Mann ohne Sinn

22. Mai 2017

Schon bei meiner Geburt haben alle gestutzt
ich brauchte keine Windeln – hab ein Töpfchen benutzt
ich hatte einen Bart und konnte aufrecht gehn
und mit dem Dreirad täglich tausend Runden drehn
bereits mit einem Jahr konnte ich lesen und schreiben
konnte sieben Sprachen – nur Französisch nicht leiden
ab dem ersten Schultag, habe ich unterrichtet
und dabei meine Lehrer zum Nachsitzen verpflichtet
Mir ist natürlich bewusst, dass ich hier nur herum spinn
denn letztlich bin ich ja nur, der Mann ohne Sinn

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Nichts wurde wie erhofft

12. April 2017

Als Kind hat man noch große Träume
sie ragen hoch wie Tannenbäume
jedes Jahr strebt man nach ihnen
bemüht sich, fleißig wie die Bienen
mit sehr viel Mühe, Blut und Schweiß
strebt man nach dem große Preis
eingeölt in Zuversicht
hält man, was man sich verspricht
Man gibt nicht auf, tritt immer weiter
auf der großen Lebensleiter
und sind die Sprossen noch so spröde
der Alltag langweilig und öde
will man den Glauben nicht verlieren
und Träume auch nicht nachjustieren
Doch eines Tages, man wird älter
die Träume sind im Bleibehälter
verschlossen und nicht zu erreichen
sie mussten der Wirklichkeit weichen
Trotz aller Opfer und Beschwerden
wollten sie niemals wirklich werden
Am Ende ist man sehr frustriert
wenn man sein Leben analysiert