Du quälst mich

2. August 2017

Deine Aura füllt den Raum
poetisch wie ein Dichtertraum
dennoch scheinst Du unnahbar
durch Worte, die nur selten klar
zwar adrett, doch distanziert
trotzdem hast Du mich fasziniert
ein Rätsel, das ich will ergründen
erfahr‘n das Gute und die Sünden
doch kein Gespräch kommt je zustande
jeder Satz verläuft im Sande
mein bemüh‘n, Dir nah zu sein
vernichtest Du wie Beerenwein

Du quältest mich fast jeden Tag
während ich Dir zu Füßen lag
durch Missachtung und Ignoranz
durch Mitteilung von Firlefanz
Dir war auch immer sonnenklar
das ich, wie Du, bin sonderbar
und dennoch hab ich nie kapiert:
Warum bist Du so reserviert?
Ist dies eine Belastungsprobe?
Ein Test in einer Garderobe?
Du prüfst, ob Dir das Kleid gut passt
ob Du mich magst oder doch hasst?

Heiße Nadeln bohren sich
durch Haut, durch Fleisch in mein Gesicht
stetig muss ich daran denken
‘Du willst mir Deine Zeit nicht schenken!’
wir könnten uns so nahe stehen
zusammen in die Zukunft sehen
die Gedanken wir vereinen
verbunden lachen oder weinen
wir könnten, würdest Du es wollen
wie kleine Kinder herum tollen
wie Welpen miteinander spielen
gemeinsam neues Glück erzielen

Doch stattdessen quälst Du mich
mit Schmerzen, wie ein Bienenstich
welch Freude muss es Dir bereiten
zu plagen mich – für alle Zeiten
zu wissen, dass ich mich verzehre
wie Priester nach der Gotteslehre
nach Dir, dem Austausch von Gedanken
gesunden, aber auch die kranken
doch statt es Mal zu probieren
statt gemeinsam zu marschieren
quälst Du noch viel lieber mein Herz
als wäre es ein Faschingsscherz

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